Das Wappen der Gemeinde Tettau

Die Gemarkung Tettau im Winkel zwischen der Schwarzen Elster und der Alten Pulsnitz (Grenzpulsnitz) bildet seit dem Mittelalter die äußere Nordwestspitze des Markgraftums Oberlausitz.

Demgemäß lag Tettau in jüngerer Zeit (1825 – 1945) in der Nordwestecke der Provinz Schlesien (1919 – 1938 Niederschlesien) und des Regierungsbezirkes Liegnitz sowie bis 1952 des Kreises Hoyerswerda. Der Grenzlage entsprechend bedeutet der Ortsname Tettau höchstwahrscheinlich selbst so viel wie Spitze (tete „Spitze“, Tute „Hornförmiges“ , Tüte „spitz gedrehtes Papierbehältnis“).

Die Namenforscher haben eine solche Ableitung bisher jedoch nicht angegeben, weil ihnen die geografische Lage des Ortes in der Grenzspitze wohl nicht so deutlich bewusst war. I. Meschgang, die Ortsnamen der Oberlausitz, denkt an einen Vornamen Tetislaw „Ort eines Tet“ oder an ceta „Tante“, „Ort einer Tante“. E. Eichler und H. Walther, Ortsnamenbuch der Oberlausitz, Berlin 1975, nehmen außerdem eine mögliche Namenübertragung von Tettau im Kreis Glauchau an.

Aber selbst, wenn die Ableitung des Namens Tettau von Spitze nicht zutreffen sollte, berechtigt die Lage der Ortsgemarkung zur Aufnahme einer heraldischen Spitze in das Gemeindewappen. Als Wappenfarben kommen die Oberlausitzer Farben Blau – Gold in betracht. Regional bedeutsam für Tettau ist das hier befindliche Wasserwerk.

Es bietet sich an, dafür, wie eventuell auch wegen der Lage an Pulsnitz und Elster, entsprechende Symbole hinzuzunehmen. Hiermit werden folgende Wappenvorschläge unterbreitet:

1.) In Gold eine steigende blaue Spitze, darin ein silberner Wassertropfen,
2.) in Blau eine steigende goldene Spitze, darin über zwei blauen Wellenbalken ein blauer Wassertropfen,
3.) in Gold eine steigende blaue Spitze, darin über einen silbernen Wellenbalken ein silberner Wassertropfen.

Bei allen drei Entwürfen wäre auch ein Austausch der Farben denkbar (1 und 3: goldene Spitze in Blau, 2: blaue Spitze in Gold). In blauer Spitze ist es ratsam, silberne Wassersymbole zu verwenden (vgl. 1 und 3)

Großräschen, 03. Februar 1995     Fritz Bönisch

Die Gemeinde Tettau hat sich für Variante 2 entschieden, die Bestätigung des Landes Brandenburg zur führung des Wappens liegt vor.

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